Vom Gleis in den Sattel: Leidenschaft Radfahren bei den ÖBB (Teil 1)

03. 06. 2022

Bei den ÖBB haben wir nicht nur begeisterte Bahnfahrer:innen: Viele Kolleg:innen sind richtige Rad-Enthusiast:innen. Sie nutzen ihr Fahrrad für den Arbeitsweg und auch gerne in der Freizeit.

Radfahren ist gesund und klimafreundlich – und es macht auch Spaß. Egal ob ein gemütlicher Ausflug am Wochenende oder tägliches Training – Radfahren hat viele Erscheinungsbilder, und auch innerhalb des Teams ÖBB findet man einige davon:

„The magic happens outside of your comfort zone“

Diesem Motto folgt Marlies Steyrer. Sie ist gerne draußen in der Natur, auf Flohmärkten unterwegs, näht, bastelt und reist gerne. Die Liebe zum Radfahren hat sie nicht von Kindheitsbeinen an: „Ich war ein eher unsportliches Kind und habe erst im Volkschulalter das Radfahren gelernt. Als ich 2014 ein Jahr in Amsterdam gelebt habe, hat sich meine Liebe zum Radfahren entwickelt. Heute fahre ich bei trockenem Wetter mit dem Rad bis in die Arbeit und erledige auch unsere Einkäufe mit Hilfe meines Fahrradkorbes fast ausschließlich mit dem Rad.“

Wünsche für eine bessere Radwelt

Unterwegs ist sie „eher gemütlich“ auf flachen Strecken wie zum Beispiel der Donauinsel oder auch dem Donaukanal Richtung Klosterneuburg. „Auf dem Rad kann ich abschalten, spüre die Jahreszeit und fühle mich frei“, erzählt Marlies. Für eine bessere Rad-Welt wünscht sie sich noch mehr gesicherte Radwege, mehr Akzeptanz und Rücksichtnahme von Autofahrer:innen und günstigere Reparaturen damit alte Räder repariert anstatt weggeworfen werden.

© Sportograf

„Das Leben ist wie Radfahren. Du fällst nicht, solange du in die Pedale trittst.“

Patrick Dassler kürzt sein Motto sehr pragmatisch ab: „Ich bin der Motor!“. Die Energie für seinen Job schöpft er mit seiner Familie am liebsten in der Natur: beim Biken, Wandern, Spazieren, Laufen und Bogenschießen. Aber auch Konzerte, Oper und Musicals stehen regelmäßig auf dem Programm. „Zu Hause findet man mich eher selten“ – alles klar, der Motor läuft.

Wo es nur geht mit dem Rad unterwegs

Früher die Schulwege, heute der Weg in die Arbeit – Patrick sitzt bei jeder Gelegenheit im Sattel: „Ich bin ein Ganzjahresradfahrer – nach dem Motto es gibt kein schlechtes Wetter sondern nur schlechte Kleidung.“

Patrick nimmt aber auch an diversen Trophys und Radveranstaltungen teil: „Zum Beispiel bei den World Games of Mountainbiking in Saalbach Hinterglemm. Hier haben wir als Team über Jahre hinweg Spenden für die Schmetterlingskinder gesammelt.“

Wie Christoph Kolumbus, nur mit dem Fahrrad

Neben dem Umweltgedanken und der Fitness spricht für Patrick auch der Entdeckergeist fürs Radfahren: „Man kommt in Gegenden, die man sonst nicht sehen würde.“ Dementsprechend fährt er gerne drauf los und erkundet die Gegend: „Wenn ich nur ein gewisses Zeitfenster habe, sind natürlich die ‚Berge‘ in Wien (Kahlenberg, Cobenzl) und der Wienerwald gute Ziele. Aber auch das ‚Kilometer-Machen‘ auf der Donauinsel sowie Ausflüge nach NÖ (Limberg bei Maissau, Großmugl, usw.) machen mir sehr viel Spaß.“

Life is like riding a bicycle – to keep your balance, you must keep moving.

Dietmar Pfeilers erste Ausfahrt kam anders als geplant, für ihn kein Grund zum Aufgeben: „Meine erste Radfahrt ohne Stützräder endete im Rhabarber im elterlichen Garten. Das tat meiner Liebe zum Rad und zum Rhabarberkuchen meiner Mutter aber keinen Abbruch. Mit 16 gab es ein kurzes Intermezzo mit einem Moped. Dieses endete aber bereits nach wenigen Monaten wegen anhaltender Fadesse, in diesem Alter sind Beziehungen eben meist nur von kurzer Dauer. Seither – und das sind nun doch schon ein paar Jahre – ist meine Leidenschaft zum Radfahren unerschütterlich.

Radfahren in allen Facetten

Radfahren ist für ihn Freiheit und Lebensgefühl. Dabei nutzt er das Fortbewegungsmittel und Sportgerät in all seinen Facetten aus: „Mit dem Rennrad mit Leichtigkeit die nähere Umgebung erkunden und in die Ferne schweifen. Mit dem Mountainbike hinauf in die Berge, wo die Luft schon dünner wird. In der Stadt mit dem Radl beim Einkaufen einfach von Geschäft zu Geschäft radeln und unterwegs Freunde treffen und tratschen.“

Seine Strecken sind so vielfältig wie das Mittel zum Zweck selbst: Mit dem Rennrad durchs Weinviertel, mit dem Mountainbike ab in den Wienerwald. „Mein Arbeitsweg führt durch die Donauauen, entlang der Donau und dem Donaukanal um schließlich bei der Urania in die City einzutauchen. Viel mehr Abwechslung auf einer Stunde Arbeitsweg geht eigentlich fast nicht.“

Wer jetzt glaubt, Dietmars Herz gehört einzig und allein dem Fahrrad, täuscht sich: Neben dem Radfahren begeistert er sich auch für‘s Kanufahren, Fotografieren, Lesen und Kultur – denn auch der Geist will genährt werden.