Vom Gleis in den Sattel: Leidenschaft Radfahren bei den ÖBB (Teil 2)

13. 06. 2022

Die Mitarbeiter:innen der ÖBB sind nicht nur begeisterte Bahnfahrer:innen, sondern auch richtige Rad-Enthusiast:innen  – sowohl am Weg in die Arbeit als auch in ihrer Freizeit. 

In Teil 1 unserer "Vom Gleis in den Sattel"-Serie haben bereits die ersten drei ÖBB-Mitarbeiter:innen über ihre Leidenschaft zum Radfahren erzählt. Radfahren hat aber viele Erscheinungsbilder und deshalb findet man auch innerhalb des #TeamÖBB noch einige weitere davon, die nun vor den Vorhang geholt werden:

Gerti Strasser betreut Disponent:innen beim Postbus bei softwaretechnischen und fachlichen Fragen. © ÖBB / Hrustemovic

Am Land radelnd aufgewachsen

Gerti Strasser ist begeisterte Alltagsradlerin und nutzt das Rad weniger ausflugsmäßig – deshalb hat sie auch keine spezielle Lieblingsstrecke. Sie schätzt vor allem die Flexibilität, Bewegung im Freien und die Unabhängigkeit des Radfahrens und findet, dass man mit dem Rad schneller sein Ziel erreicht. Außerdem erspart man sich das „Auf-die-Bim-Warten“ und entdeckt am Weg noch dazu immer wieder neue Ecken in der Stadt.

Die Leidenschaft fürs Radfahren hat sie aber nicht erst in der Stadt entdeckt: „Ich bin in einem Dorf in Oberösterreich quasi radelnd aufgewachsen, in Wien habe ich das Radfahren aber erst nach mehreren Jahren durch meinen Mann wieder entdeckt.“. Ihr Tipp für alle Radfahrer:innen in Wien: Im Frühling und Sommer den Ring- und Gürtelradweg eher meiden.

Fabian Dorner ist bei der ÖBB-Immo im Innovationsteam Mein.BAHNhof tätig. © Zeitlhofer

Radfahren als Ausgleich zum Büroalltag

Fabian Dorner ist am liebsten draußen unterwegs – egal, ob mit dem Rad oder zu Fuß in den Bergen. Als Landkind ist er schon den täglichen Schulweg geradelt, musste sich aber mit dem Umzug nach Wien erst wieder an das Radfahren herantasten. Denn der Stadtverkehr war für ihn sehr ungewohnt. Aber: „Mittlerweile nutze ich das Fahrrad als Ausgleich zum Büroalltag sogar auch im Winter täglich für meine Arbeitswege und bekomme so den Kopf frei und auch gleich etwas Bewegung. In meiner Freizeit erkunde ich auf zwei Rädern gerne Gegenden in und um Österreich – und das alles in genau der richtigen Geschwindigkeit.“ Fabian hat auch gleich zwei Lieblingsradstrecken, die er mit uns geteilt hat:

  • Von Melk nach Krems durch die Wachau: eine entspannte Radtour durch eine der schönsten Regionen Österreichs, An- und Abreise stündlich ab Wien mit dem CJX 5 bzw. REX 4
  • Von Tarvisio nach Udine: auf einer alten Bahntrasse mit leichtem Gefälle über spektakuläre Brücken und durch zahlreiche Tunnels, Tarvisio und Udine sind mit dem Railjet erreichbar

Martin Vorhofer ist Systemtechniker bei TS-Engineering im Fachgebiet Lauftechnik und Drehgestelle.

Tausche öffentlichen Verkehr gegen Fahrrad

„Ein Freund hat mal zu mir gesagt: Wenn man will, kann man jeden Ort mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen", sagt Martin Vorhofer über den weisen Spruch eines Freundes. Und trotzdem hat er den öffentlichen Verkehr in Wien bereits seit 10 Jahren komplett durch das Fahrrad ersetzt und ist grundsätzlich das ganze Jahr, außer bei Schnee, auf zwei Rädern unterwegs. Radfahren begeistert Martin seit seiner Kindheit und vor allem, weil es einen fit hält und noch dazu die Umwelt schont.

„Außerdem kostet es eigentlich wenig und im Gegensatz zum Auto hat man keine Fixkosten und kann überall parken.“ Mit dem Rad ist er gerne auf einem der vielen schönen Strecken im Wienerwald unterwegs oder auf einer seiner drei Lieblingsstrecken: Parapluistrecke, Anninger/Rudolf Proksch-Hütte und Kahlenberg. Denn die Strecken sind nicht nur landschaftlich sehr schön, es gibt praktisch überall am Berg ein Gasthaus/eine Hütte für ein kurzes Erfrischungsgetränk.