Kopenhagen Sehenswürdigkeiten: 5 Tipps
25. 09. 2026
Königliche Schlösser & bunte Häfen: Entdeckt mit dem Zug die top Kopenhagen Sehenswürdigkeiten.
25. 09. 2026
Königliche Schlösser & bunte Häfen: Entdeckt mit dem Zug die top Kopenhagen Sehenswürdigkeiten.
Majestätisch und zugleich ziemlich lässig, traditionsreich und erstaunlich modern: Dänemarks Hauptstadt beherrscht die Kunst der Gegensätzlichkeit. Zwischen historischen Häusern, prächtigen Schlössern und alternativen Stadtvierteln liegen oft nur wenige Minuten. Die bekanntesten Kopenhagen Sehenswürdigkeiten erzählen dabei sehr unterschiedliche Geschichten. In Nyhavn lebte einst Hans Christian Andersen, am Hafen wartet mit der kleinen Meerjungfrau eine der berühmtesten Bewohnerinnen und im Tivoli werden wir alle wieder zu großen Kindern. Dazwischen: Viel Wasser, kleine Cafés, jede Menge Fahrräder und eine Stadt, die sich wunderbar auf diesen oder gleich zu Fuß entdecken lässt.
Anreise: Mit dem ÖBB Nightjet reist ihr bequem über Nacht nach Hamburg. Von dort bringen euch Direktzüge weiter nach Kopenhagen. Günstige Tickets sind mit der ÖBB Sparschiene erhältlich.
Unser Reisetipp: Auf dieser Reise lohnt sich ein Zwischenstopp in Hamburg: Speicherstadt und Elbphilharmonie anschauen, an den Landungsbrücken Hafenluft schnuppern und erst danach Richtung Norden weiterreisen. Ihr wollt Kopenhagen nur zum Ausgangspunkt eurer Reise machen? Mit dem Interrail Nordic Pass könnt ihr Dänemark, Norwegen, Schweden und Finnland erkunden. Dieser Pass ist auch mit persönlicher Beratung beim ÖBB Ticketschalter sowie im Reisebüro und bei Agenturen mit ÖBB Ticketverkauf erwerbbar.
Rot, Gelb, Orange, Grün: Wer zum ersten Mal am Nyhavn steht, versteht schnell, warum der alte Hafen zu den bekanntesten Kopenhagen Sehenswürdigkeiten gehört. Bunte Häuser säumen das Wasser, davor liegen alte Holzschiffe und entlang der Promenade reiht sich ein Lokal ans nächste. Dabei war Nyhavn ursprünglich alles andere als eine schicke Flaniermeile. Der Kanal wurde im 17. Jahrhundert angelegt, damit Handelsschiffe direkt bis ins Zentrum gelangen konnten.
Später lebten hier Seeleute, Künstler:innen und Schriftsteller:innen – darunter auch Hans Christian Andersen. Der Märchendichter wohnte im Laufe seines Lebens gleich in mehreren Häusern am Nyhavn, unter anderem in den Nummern 20, 67 und 18. Kommt also nicht nur fürs obligatorische Foto, sondern spaziert auf beiden Seiten des Kanals entlang und anschließend weiter Richtung Hafen. So wird Nyhavn zum perfekten Ausgangspunkt, um Kopenhagen am Wasser zu entdecken.
Unser Tipp: In der traditionsreichen „Nyhavns Færgekro“ gibt es dänische Klassiker und natürlich Smørrebrød, die berühmten belegten Brote – maritime Atmosphäre inklusive.
Kopenhagen in Farbe: Nyhavn als Must-See
Kopenhagen ohne Royals? Kaum vorstellbar. Gleich zwei der schönsten Kopenhagen Sehenswürdigkeiten erzählen von der dänischen Monarchie und liegen so nah beieinander, dass ihr sie wunderbar miteinander verbinden könnt. Los geht’s beim Schloss Rosenborg mitten im Königsgarten. Christian IV. ließ das Renaissance-Schloss Anfang des 17. Jahrhunderts als Lustschloss errichten. Heute könnt ihr durch historische königliche Räume spazieren und einen besonders kostbaren Blick in die Schatzkammern werfen: Hier werden die dänischen Kronjuwelen und königlichen Insignien aufbewahrt. Rundherum liegt mit Kongens Have der älteste königliche Garten Dänemarks – perfekt für eine kleine Pause im Grünen. Anschließend spaziert ihr weiter zum Schloss Amalienborg, der Residenz der dänischen Königsfamilie. Vier nahezu identische Palais gruppieren sich um den großen achteckigen Schlossplatz.
Unser Tipp: Plant euren Besuch so, dass ihr zu Mittag bei Amalienborg seid. Täglich marschiert die königliche Leibgarde von ihrer Kaserne bei Rosenborg durch die Innenstadt nach Amalienborg, wo um 12:00 Uhr die Wachablöse stattfindet.
Kopenhagen königlich: Wachablöse vor Schloss Amalienborg
Achterbahnen, Lichterketten, historische Pavillons, Gärten und abendliche Konzerte: Der Tivoli ist weit mehr als ein klassischer Vergnügungspark. Seit 1843 gehört er zu den berühmtesten Kopenhagen Sehenswürdigkeiten und ist damit einer der ältesten Vergnügungsparks der Welt. Zwischen nostalgischen Fahrgeschäften, modernen Attraktionen, Restaurants, Gärten und Bühnen lässt sich problemlos ein halber Tag verbringen. Eine Institution ist die hölzerne Achterbahn von 1914 – eine der ältesten noch betriebenen Holzachterbahnen der Welt. Walt Disney besuchte die Attraktion übrigens mehrfach und ließ sich unter anderem für die Entwicklung seiner Disneyland-Parks inspirieren. Und das alles befindet sich mitten in der Stadt: Vom Hauptbahnhof sind es nur wenige Minuten zu Fuß bis zum Eingang.
Unser Tipp: Der Vergnügungspark hat unterschiedliche Saisonzeiten und ist nicht durchgehend geöffnet. Vor eurem Besuch daher am besten online kontrollieren.
Lichter, Gärten, Achterbahnen: ein Tag im Tivoli
Sie ist gerade einmal 1,25 Meter groß, sitzt auf einem Felsen und gehört trotzdem zu den berühmtesten Kopenhagen Sehenswürdigkeiten: die kleine Meerjungfrau. Sie blickt seit 1913 vom Langelinie-Ufer aus aufs Wasser. Inspiriert wurde die Bronzeskulptur von Hans Christian Andersens gleichnamigem Märchen. Geschaffen hat sie der Bildhauer Edvard Eriksen, und gestiftet wurde sie von Carl Jacobsen, dem Sohn des Gründers der Carlsberg-Brauerei. Nur für ein Foto hin und gleich wieder weg? Wäre schade. Ganz in der Nähe liegt Kastellet, eine der am besten erhaltenen sternförmigen Festungsanlagen Nordeuropas. Auf den begrünten Wällen könnt ihr spazieren, bevor es weiter Richtung Schloss Amalienborg und Innenstadt geht.
Unser Tipp: Wer die kleine Meerjungfrau einmal aus einer anderen Perspektive sehen möchte, kann sie auch vom Wasser aus entdecken. Viele Hafen- und Kanaltouren führen an ihr vorbei.
Klein, aber weltberühmt: Kopenhagens kleine Meerjungfrau
Willkommen in einer völlig anderen Welt: Christiania entstand 1971 auf einem verlassenen Militärgelände, als eine Gruppe von freigeistigen Menschen das Areal besetzte und dort eine alternative Gemeinschaft gründete. Heute zählt die Freistadt zu den ungewöhnlichsten Kopenhagen Sehenswürdigkeiten. Windschiefe Häuser, Ateliers, Werkstätten, Musik, Street Art, selbst designte Architektur und viel Grün prägen das Viertel. Christiania ist allerdings kein Freilichtmuseum, sondern für viele Menschen ein Wohn- und Lebensraum. Entsprechend respektvoll solltet ihr euch bewegen und die Hinweise vor Ort beachten. Die jahrzehntelang für den offenen Cannabishandel bekannte „Pusher Street“ wurde 2024 übrigens grundlegend umgestaltet. Heute sollen Kultur und kreative Gemeinschaft stärker im Mittelpunkt stehen.
Unser Tipp: Verbindet den Besuch mit einem Spaziergang durch Christianshavn, denn Christiania liegt mitten in diesem historischen Stadtteil. Unterwegs und rund um die Kanäle warten bunte Häuser, Hausboote, kleine Cafés und jede Menge maritimes Kopenhagen.
Kopenhagen alternativ: unterwegs in Christiania
Märchen oder Monarchie, Achterbahn oder alternative Kultur? In Kopenhagen müsst ihr euch nicht entscheiden. Schlendert durch den bunten Nyhavn, schaut bei den Royals im Schloss Rosenborg und Schloss Amalienborg vorbei, sagt der kleinen Meerjungfrau „Hallo“ und erlebt am Abend die Lichter im Tivoli. Und spätestens in Christiania zeigt sich, wie viele unterschiedliche Gesichter die dänische Hauptstadt hat. Viele der wichtigsten Kopenhagen Sehenswürdigkeiten liegen nah beieinander und lassen sich wunderbar zu Fuß miteinander verbinden. Und wer aus dem Vollen schöpfen möchte: Macht doch auf der Hin- oder Rückfahrt einen Zwischenstopp in Hamburg! Oder verwandelt Kopenhagen mit dem Interrail Nordic Pass gleich in den Ausgangspunkt für eine längere Reise durch den Norden.