Nächster Halt: Corgi
10. 10. 2026
Eine Gleisgeschichte mit WAU-Effekt. Corgi Yoda fühlt sich am Bahnhof Mürzzuschlag pudelwohl und ist der dritte Eisenbahner der Familie.
10. 10. 2026
Eine Gleisgeschichte mit WAU-Effekt. Corgi Yoda fühlt sich am Bahnhof Mürzzuschlag pudelwohl und ist der dritte Eisenbahner der Familie.
Corgis sind eine loyale Hüte- und Arbeitshunderasse, die durch eine royale Besitzerin, die britische Königin Elizabeth II., populär wurde. Im Fall von Corgi Yoda war es ein Tag der offenen Tür am Standort der ÖBB-Produktion GmbH beim Bahnhof Mürzzuschlag, der ihn berühmt machte. „Wie immer, wenn er einen von uns in der Freizeit zur Dienststelle begleitet, hatte er seine ÖBB Warnweste an“, erzählt Herrchen Thomas Bendinger. So auch am Tag der offenen Tür. Der Hund in der ÖBB Warnweste zog rasch die Neugierde anwesender Journalist:innen auf sich, die wissen wollten, wie es dazu kommt, dass Yoda sichtlich selig Zügen nachblickt und hoffnungsvoll schwanzwedelnd den aussteigenden Fahrgästen entgegengeht. Es folgten ein Beitrag im ORF sowie Artikel in der Kleinen Zeitung und Heute, die der Eisenbahn-Verliebtheit des flauschigen Hütehundes auf den Grund gingen.
Rechtzeitig vor dem Welt-Hundetag am 10. Oktober begibt sich das Gleisgeschichten-Team auf Lokalaugenschein in die Steiermark: Wie hat der 2-jährige Rüde all den Ruhm verarbeitet? Bekam er Star-Allüren?
Bereits die mit Corgi-Bildern beklebten Mülltonnen am Grundstücksrand machen klar, dass man an der richtigen Adresse ist. Nach der Türschwelle fällt der Blick auf eine so große Anzahl Halsbänder und Leinen, dass man wohl sämtliche Generationen der britischen Königscorgis ausstatten könnte. Und tatsächlich wird man nicht nur von Yoda begrüßt, sondern von einem zweiten kurzbeinigen Wirbelwind. „Das ist Cheddar, Yodas 5 Monate alter Bruder“, stellt Astrid Bendinger uns den Zuwachs vor. „Es war von Anfang an geplant, dass wir zwei Corgis haben werden.“ Yodas Name rührt aus der Star-Wars-Begeisterung von Thomas, Cheddars Name fußt auf der großen Käseleidenschaft beider Hunde-Eltern. „Und außerdem hat das Fell ein bisschen die Farbe von Käse“, ergänzt Astrid, die uns – Überraschung – Kaffee in Corgitassen anbietet. Auch sonst muss man im Hause Bendinger nicht weit über den Tassenrand blicken, um auf Corgimotive zu treffen: Geschirrtuch, Polster, Decke, Kerze ... Corgis, wohin das Auge blickt.
Nach anfänglicher Neugierde über den Besuch und das Kameraequipment schalten Yoda und Cheddar rasch in den Chill-Modus um. Viel Rasten ist nicht drinnen. Bald starten wir zu einem Ort, an dem die zwei- wie vierbeinigen Bendingers ihre Freizeit verbringen: der Platz des Hundesportvereins „Teamschmiede St. Barbara“. „Wenn wir nicht auf der Lok sind, sind wir hier“, sagt Astrid. Wie passend, dass man vom gesamten Platz und der Vereinshütte aus auf die Bahnstrecke blickt. Ob dieser Umstand damit zusammenhängt, dass die Vereinsobfrau ebenfalls bei den ÖBB arbeitet, sei dahingestellt.
Yoda zeigt uns nun, was er kann: Er apportiert seinen Ball, er springt durch Ringe, er läuft über Wippen und folgt seinem Frauchen aufmerksam auf Schritt und Tritt. Auch die Kommandos „Sitz“ und „Platz“ klappen wie am Schnürchen – „eine Sitzplatzgarantie ganz ohne Reservierung“, scherzt Astrid.
Dann wird es für Yoda Zeit, das Herrchen von seinem Dienst abzuholen und seiner Zugleidenschaft zu frönen. Kaum am Bahnsteig angekommen, merkt man: Hier betritt jemand sein Territorium. Yodas Ohren sind gespitzt, der Schwanz wedelt, jeder Zug wird aufmerksam verfolgt. „Yoda verweilt einfach gerne am Bahnhof. Er mag die Leute und die Aufmerksamkeit. Cheddar ist da noch mehr in der Findungsphase. Die 1144er taugt ihm nicht, der Alpenstaubsauger ist ihm schlicht zu laut“, erzählt Astrid.
Als das Herrchen aus dem Cityjet-Führerstand schaut, freut sich auch der Zugskeptiker Cheddar. Yoda reagiert freudig-routiniert – schließlich ist es für ihn gelebte Praxis, ein „Elternteil“ vom Dienst abzuholen.
Beim Interview mit Thomas und Astrid schlafen beide Corgis ein und versäumen dadurch die Scherze der Zweibeiner. Als jemand die Vermutung anstellt, dass in der Obersteiermark wohl nur Yoda am Bahnhof bellt, kontert Thomas: „Cheddar findet das Käse. Gleisgeschichten-anschauen-ihr-sollt!“
Bitteschön:
Die Gleisgeschichten-Crew v. l. n. r.: 1. Reihe: Regisseur Markus Riedl/News on Video, Astrid Bendinger mit Yoda, Thomas Bendinger mit Cheddar | 2. Reihe: Kameraassistent Philipp Niessner/News on Video, ÖBB Social Media Channelmanagerin Nicole Sulinski, ÖBB Gleisgeschichten Redakteurin Kathi Helm, ÖBB Newsroom Praktikant Thomas Kurz
Video: News on Video/Markus Riedl, Kameraassistent Philipp Niessner
Fotos: ÖBB/Kathi Helm, News on Video/Markus Riedl, Philipp Niessner