Zell am See: Blick über den Zeller See, auf die umliegenden Berge und die Häuser am Seeufer im Herbst.

Zug nach Zell am See: Abenteuer ruft!

29. 10. 2026

See und Berge: Zell am See begeistert mit Aussichten, Naturerlebnissen und Ausflügen nach Kaprun.

Ein tiefblauer See, grüne Almwiesen im Sommer und im Winter schneebedeckte Gipfel am Horizont: Zell am See vereint vieles, was einen Urlaub in den österreichischen Alpen besonders macht – egal zu welcher Jahreszeit. Hier könnt ihr am Wasser entspannen, mit der Bergbahn hoch hinausfahren oder die beeindruckende Landschaft der Hohen Tauern erkunden. Gleich nebenan wartet Kaprun mit weiteren Naturerlebnissen und einer ordentlichen Portion Abenteuersinn. Ob Wanderschuhe, Skier oder einfach nur die Kamera im Gepäck: In der Region Zell am See-Kaprun gibt es jede Menge zu entdecken.

Mit dem Zug nach Zell am See

Hier findet ihr die aktuellen Zugverbindungen nach Zell am See und könnt direkt euer Zugticket kaufen:

Unser Reisetipp: Der Bahnhof Zell am See liegt zentral im Ort. Von hier aus könnt ihr eure Entdeckungstour durch die Region starten. Mit dem Guest Mobility Ticket nutzt ihr als Übernachtungsgäste die Öffis im Salzburger Land ohne zusätzliche Fahrtkosten.

Zell am See: Zwischen See und Bergen

Los geht’s! Am besten beginnt ihr euren Rundgang durch Zell am See direkt am Ufer. Entlang der Seepromenade geht es vorbei am schneeweißen Grand Hotel, einem prachtvollen Bau aus der Belle Époque, der längst zu den Wahrzeichen der Stadt zählt. Im Elisabethpark könnt ihr zwischen Skulpturen und Grünflächen den Blick über den See schweifen lassen – wer die Kulisse lieber vom Wasser aus betrachtet, genießt eine Panoramarundfahrt auf dem Zeller See mit Aussicht auf die umliegenden Berge. Danach lohnt sich ein Abstecher in die historische Altstadt: Am Stadtplatz steht die romanische Pfarrkirche St. Hippolyt, deren spätgotische Empore zu den architektonischen Besonderheiten zählt. Gleich daneben erzählt das Museum Vogtturm in einem mittelalterlichen Wehrturm die Geschichte der Region.

Auch kulinarisch hat Zell am See Überraschungen zu bieten. Etwas abseits der Altstadt befindet sich das Kraftwerk restaurant & winebar in einem ehemaligen Elektrizitätswerk. Wo einst Strom erzeugt wurde, steht heute kreative österreichische Küche auf dem Programm. Wer kulinarische Mitbringsel sucht, schaut bei Feinkost Schmiderer in der Seegasse vorbei. In einem historischen Haus aus dem 16. Jahrhundert bietet der ehemalige Spitzen-Pâtissier Lukas Schmiderer heute regionale Spezialitäten an. Tipp für Eisenbahnfans: Am Bahnhof Zell am See beginnt die Strecke der traditionsreichen SLB Pinzgauer Lokalbahn. Die Schmalspurbahn ist seit 1898 unterwegs und bietet im Sommer nostalgische Dampfzugfahrten durch den Oberpinzgau an.

Zell am See: Auf dem Bild sieht man ein Schiff am See.

Belle Époque und Bergpanorama: Zell am See zeigt sich am Wasser von seiner schönsten Seite.

Schmittenhöhe: Zell am See von oben

Rauf geht’s: Schon Kaiserin Elisabeth wusste die Aussicht von der Schmittenhöhe zu schätzen. 1885 wanderte die abenteuerlustige Sisi auf den Hausberg von Zell am See. Heute bringt euch die Schmittenhöhebahn bequem hinauf. Und das zahlt sich nach wie vor aus: Oben eröffnet sich ein Panorama auf mehr als 30 Dreitausender, darunter den Großglockner und weitere Gipfel der Hohen Tauern. Tief unten glitzert der Zeller See. Wer den kaiserlichen Spuren weiter folgen möchte, wählt den rund einen Kilometer langen Sisi-Rundweg, der bei der Elisabethkapelle beginnt. Das kleine Gotteshaus entstand wenige Jahre nach Sisis Tod zu ihrem Gedenken. Im Inneren erinnert ein Bild mit ihrer Unterschrift an den berühmten Besuch von 1885. Die Schmittenhöhe ist übrigens auch ein beliebtes Revier fürs Paragleiten. Wer möchte, kann die bunten Schirme über dem Zeller See beobachten – wer selbst abheben möchte, wagt einen Tandemflug.

Im Winter dreht sich auf der Schmittenhöhe alles ums Skifahren und Snowboarden. Auf 77 Pistenkilometern findet ihr gemütliche blaue Abfahrten ebenso wie sportliche Herausforderungen, etwa die legendäre Trass-Abfahrt mit einem Gefälle von bis zu 70 %. Zum Einkehrschwung geht es ins Berghotel Schmittenhöhe. Direkt an der Bergstation auf rund 2.000 Metern Seehöhe genießt ihr regionale Küche und eine großartige Aussicht auf die umliegende Bergwelt.

Zell am See: Auf dem Bild sieht man eine Vogelperspektive des Orts über den See hinweg an einem sonnigen, herbstlichen Tag.

Kaiserliche Aussichten: der Blick von oben

Kaprun: Ausflug ab Zell am See

Ein Abstecher nach Kaprun lohnt sich nicht nur wegen des berühmten Kitzsteinhorns. Dort entdeckt ihr auch eine überraschend geschichtsträchtige Seite des Pinzgaus. Hoch über dem Ort thront die mittelalterliche Burg Kaprun, deren Ursprünge vermutlich ins 12. Jahrhundert zurückreichen. Heute dient sie als Kulisse für kulturelle Veranstaltungen.

Spannend ist auch das Kaprun Museum in einem rund 400 Jahre alten Bauernhaus: Hier erfahrt ihr, wie sich der Ort von einer bäuerlichen Siedlung zum bekannten Urlaubsziel entwickelte. Technikfans sollten sich außerdem die Kapruner Hochgebirgsstauseen vormerken. Auf über 2.000 Metern Seehöhe liegen die Stauseen Wasserfallboden und Mooserboden zwischen mächtigen Berggipfeln. Schon die Anreise ist ein Erlebnis: Vom Kesselfall-Alpenhaus geht es mit Transferbussen und dem Lärchwand-Schrägaufzug hinauf zum Mooserboden. Bei einer Staumauerführung könnt ihr sogar das Innere der gewaltigen Bauwerke erkunden. Besonders eindrucksvoll ist der Kontrast zwischen hochalpiner Natur und menschlicher Ingenieurskunst.

Unser Tipp: Die Stauseen sind üblicherweise von Ende Mai bis Mitte Oktober zugänglich. Die genauen Öffnungstermine hängen von den Wetter- und Schneeverhältnissen ab.

Zell am See und Kaprun: Auf dem Bild sieht man Hochgebirgsstauseen mit Staumauer und umliegenden Berggipfeln.

Zwischen Felsen und Wasser: die Hochgebirgsstauseen von Kaprun.

Kitzsteinhorn: Ab Zell am See zum Gletscher

Skifahren, Wandern oder einfach nur Staunen? Das Kitzsteinhorn bei Kaprun ist zu jeder Jahreszeit einen Ausflug wert. Von Zell am See geht es zunächst nach Kaprun und von dort mit den Bergbahnen hinauf in die Gletscherwelt. Schon die Fahrt bietet spektakuläre Ausblicke. Oben wartet mit TOP OF SALZBURG auf 3.029 Metern eines der höchstgelegenen Ausflugsziele Österreichs.

Besonders beeindruckend ist die Nationalpark Gallery: Ein 360 Meter langer Stollen führt durch den Berg zu einer Aussichtsplattform mit Blick auf den Großglockner und die Gipfel der Hohen Tauern. Im Sommer könnt ihr am Kitzsteinhorn auf Wanderwegen die hochalpine Landschaft erkunden oder euch auf anspruchsvollen Mountainbike-Trails austoben.

Und Familien? Die zieht es in die ICE ARENA, wo selbst Rodelspaß im Schnee wartet, wenn unten im Tal gebadet wird. Im Winter lockt dann das Gletscherskigebiet mit breiten Naturschneepisten, Snowparks und Freeride-Routen. Dank der Höhenlage beginnt die Skisaison hier oft bereits im Herbst und geht rein bis ins Frühjahr.

Zell am See und Kaprun: Auf dem Bild sieht man die Aussichtsplattform am Kitzsteinhorn mit Blick auf die schneebedeckten Gipfel der Hohen Tauern.

TOP OF SALZBURG: Auf Augenhöhe mit den Dreitausendern.

Sigmund-Thun-Klamm: Naturgewalten bei Zell am See

Wasser marsch! Über Jahrtausende hat sich die Kapruner Ache tief in den Fels gegraben und eine bis zu 32 Meter tiefe Schlucht geschaffen. Auf Holzstegen und über insgesamt 263 Stufen geht es durch die 320 Meter lange Klamm. Unter euch rauscht das Wasser, an den Felswänden entdeckt ihr sogenannte Strudeltöpfe, die durch die Kraft des Wassers entstanden sind. Um die geheimnisvolle Schlucht ranken sich außerdem zahlreiche Sagen und Mythen. Zu den sagenumwobenen Gestalten zählen der Klammgeist und die Klammhexe, deren Gesichter man mit etwas Fantasie in den Felsen erkennen kann.

Am oberen Ende wartet der türkisgrüne Klammsee, den ihr auf einem gemütlichen Rundweg umrunden könnt. Besonders reizvoll sind die Klammlichter, bei denen die Schlucht an ausgewählten Abenden stimmungsvoll beleuchtet wird. Gut zu wissen: Die Sigmund-Thun-Klamm ist üblicherweise von Mai bis Anfang November geöffnet. Für die Wanderung empfehlen sich feste Schuhe, denn die Holzstege können durch die Gischt rutschig sein. Der Klammsee lässt sich bei geeigneten Wegverhältnissen auch im Winter besuchen.

Anreise: Von Zell am See bringt euch die Buslinie 660 zur spektakulären Sigmund-Thun-Klamm bei Kaprun. Von der Haltestelle sind es nur wenige Gehminuten bis zum Eingang.

Zell am See und Kaprun: Auf dem Bild sieht man eine Luftaufnahme der Sigmund-Thun-Klamm mit Holzstegen und tosendem Wasser im Sommer.

Wilde Wasserkraft: Unterwegs durch die Sigmund-Thun-Klamm.

Maisi Flitzer: Rodelspaß bei Zell am See

Achterbahngefühl mit Bergpanorama gefällig? Dann ab nach Kaprun zum Maisi Flitzer, einer Ganzjahresrodelbahn am Maiskogel. Direkt an der Talstation der MK Maiskogelbahn beginnt das Abenteuer. Ihr nehmt allein oder zu zweit in einer Rodel Platz und werdet zunächst bergauf gezogen. Danach geht es auf einer 1.300 Meter langen Abfahrt talwärts – mit Wellen, Brücken, Steilkurven und Kreiseln. Teilweise schwebt ihr dabei bis zu 11 Meter über dem Boden. Bis zu 40 km/h sind möglich, wobei ihr die Geschwindigkeit selbst reguliert. Wer lieber gemütlich fährt, kann also auch die Aussicht genießen.

Besonders praktisch für Familien: Im Sommer wartet neben der Rodelbahn ein Freizeitpark mit Hüpfburgen, Rutschen und weiteren Spielmöglichkeiten. Und nach der rasanten Fahrt? Im gemütlichen Hilberger’s Beisl im Ortszentrum von Kaprun könnt ihr euch mit österreichischen Schmankerln stärken – bei Schönwetter sogar im Gastgarten.

Unser Tipp: Der Maisi Flitzer ist grundsätzlich im Sommer wie im Winter geöffnet. Wetter- und betriebsbedingte Einschränkungen sind aber möglich. Achtet auf die Öffnungszeiten.

Anreise: Von Zell am See bringt euch die Buslinie 660 nach Kaprun.

Zell am See und Kaprun: Auf dem Bild sieht man die Ganzjahresrodelbahn Maisi Flitzer von oben im Sommer.

Kurvenreiches Vergnügen: Mit dem Maisi Flitzer ins Tal sausen.

Fazit

Zwischen glitzerndem See und majestätischen Gipfeln zeigt sich das Salzburger Land von seiner schönsten Seite. Ob ihr am Zeller See entlang flaniert, auf der Schmittenhöhe den Blick über die Bergwelt schweifen lasst, dem tosenden Wasser der Sigmund-Thun-Klamm folgt oder in Kaprun Gletscher und Hochgebirgsstauseen erkundet: Zell am See ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert. Also: Wanderschuhe oder Skier einpacken, Zugticket buchen und rein ins Vergnügen!