Update: Hilfe für Vertriebene

12. 03. 2022

Die ÖBB helfen Menschen in Not und Vertriebenen, sich in Sicherheit zu bringen.

Knapp 5.000 Vertriebene aus der Ukraine befördert die ÖBB in insgesamt 50 Zügen über den gesamten. Der Großteil fährt weiter nach Deutschland, Frankreich, Schweiz und Italien. Viele von ihnen reisen über den Wiener Hauptbahnhof. Wir als ÖBB unterstützen, wo wir können:

Verstärkerzug von Wien nach München:

Der Zustrom der Menschen auf der Flucht ist derzeit im Regelverkehr bewältigbar. Die Menschen erhalten am späten Nachmittag/Abend Info-Blätter in Ukrainisch und Englisch, ob am selben Abend noch Züge weitergehen bzw. wann die nächsten Züge in der Früh starten. 

In den letzten Tagen ist besonders der letzte Zug aus Budapest nach München (Planabfahrt 23:27h) oft schon überbelegt gekommen bzw. wollten viele Menschen in Wien zusteigen.  Sicherheit hat – gerade in Ausnahmesituationen – oberste Priorität. Und bei Überbelegung können die ÖBB die Sicherheit an Bord nicht mehr gewährleisten, und wir müssen Fahrgäste bitten, den Zug zu verlassen. Aus diesem Grund steht am selben Bahnsteig ein Railjet bereit, der bei Bedarf als Verstärkerzug mit weiteren 420 Plätzen kurz nach dem EN462 um ca 23:50 Uhr abfahren wird. Der Zug wird um ca 5:20 Uhr in München ankommen.
 

Warteräume:

Viele Frauen und Kinder kommen erschöpft bei uns am Wiener Hauptbahnhof für einen Zwischenstopp an. Wir schaffen daher so rasch wie möglich Orte, an denen sie neue Kraft schöpfen können. Personen auf Quartiersuche werden direkt von Caritas bzw. Stadt Wien weiter versorgt und untergebracht. Die ÖBB stellen zusätzliche Wartebereiche bereit. Dort werden die Menschen wie gewohnt von der Caritas versorgt. Zusätzlich wird von Seiten der ÖBB den ganzen Tag über warmer Tee & Suppe ausgeschenkt.

📍 in der ÖBB Lounge stehen rund um die Uhr 100 Plätze zur Verfügung
📍 der Nachtwarteraum ist jetzt ein Warteraum - hat also von 0-24 Uhr für Vertriebene geöffnet
📍 die Extra-Wartezone ist nun auch beheizt
📍 direkt neben dem Bahnhof, im Erste Bank Campus, befindet sich ein Tageszentrum der Caritas: Wir helfen. 

Die WC-Anlagen können natürlich kostenlos genutzt werden, auch kostenfreie Handy-Lademöglichkeiten sind gegeben. 

Informationen für Vertriebene:

Damit aus der Ukraine Vertriebene alle nötigen Information erhalten, gibt es zudem eine neue Seite auf oebb.at online: Auf Ukrainisch, Englisch und Deutsch finden sich hier aktuelle Infos zu den Tickets, Möglichkeiten der Weiterreise sowie zur Versorgung/Unterbringung in Wien.

Not-Ticket Ukraine:

Die ÖBB sind vonseiten des Eigentümervertreters BMK gebeten worden, ukrainische Vertriebene in ganz Österreich ab Staatsgrenze kostenfrei zu befördern. Diese Regelung gilt nun bis 30.6.

Die Not-Tickets Ukraine erhalten die Menschen auf der Flucht entweder im Zug durch unser Personal oder am Ticketschalter am Bahnhof das „Not-Ticket Ukraine“, mit dem sie in ganz Österreich fahren können. Dazu werden Name und Passnummer erfasst.

Neben den Schaltern im Reisezentrum gibt es am Wiener Hauptbahnhof einen weiteren Schalter, an dem zwei Kolleg:innen bis 22 h Not-Tickets ausstellen.

Hilfe an der ukrainischen Grenze:

Die ÖBB stehen für jede Art der Hilfe bereit. Sollte die Ukraine sich an Österreich wenden und um spezielle Unterstützung bitten, stehen die ÖBB selbstverständlich bereit und werden in Absprache mit Nachbarbahnen, vor allem mit Ungarn und der Slowakei, entsprechende Aktivitäten starten. z. B.: In Kooperation mit der tschechischen Güterverkehrsgesellschaft ist die tschechische RCG Tochter bereits an Hilfslieferungen an die polnisch-ukrainische Grenze beteiligt.

Denn klar ist: Es sind im internationalen Bahnverkehr keine Alleingänge möglich. Da geht es einerseits um die Koordinierung und andererseits um eine konkrete Trassenplanung, Zusatzpersonal, zusätzliches Wagenmaterial etc.

Züge zum Transport von Menschen auf der Flucht:

Die zweitägige Polen-Reise mit Ministerin Gewessler hat gute Neuigkeiten gebracht: Als erste Sofortmaßnahme werden die ÖBB umgehend dringend benötige Waggons zur Verfügung stellen. Damit unterstützen wir die polnischen Staatsbahnen dabei, mehr Flüchtende von der ukrainischen Grenze rasch in Sicherheit zu bringen. Weitere Updates folgen!

An dieser Stelle auch ein großes DANKE an alle Beteiligten und Unterstützer:innen, die derzeit an verschiedensten Stellen mithelfen. Allen voran an die Caritas-Mitarbeiter:innen und unsere Kolleg:innen aus der ÖBB-Familie, die unermüdlich mithelfen, die Situation für Menschen auf der Flucht zu erleichtern. Wichtig ist, dass Hilfe koordiniert abläuft. Wenn ihr helfen wollt, erkundigt euch bitte vorab bei der Stadt Wien und der Caritas wo Hilfe benötigt wird.