Dürfen wir vorstellen: Die Redaktion von „Erd & Äpfel"

11. 03. 2021

Unsere Blogseiten müssen genauso wie unsere Pflänzchen gepflegt werden, und das machen Birgit, Tamara, Marlene und Kathi. Hier erzählen sie ein wenig mehr über sich und warum sie Pflanzen lieben.

Birgit – geerdet mit der Natur

Am Bauernhof aufgewachsen war ich der Natur immer schon sehr nahe. Es war für mich und meine Geschwister völlig normal, die Umgebung von klein an barfuß zu erkunden, da gab es keine Wiese, keinen Bach oder Stein, der nicht von uns erkundet und gespürt wurde – das mag auch daran liegen, dass im Waldviertel sonst nicht viel los war, doch das Gefühl von Glück und Gelassenheit beim intensiven Erleben der Natur hat mich bis heute nicht losgelassen.

Einige Jahre nachdem ich aus beruflichen Gründen in die Stadt gezogen bin, ist mir meine Gelassenheit ein wenig abhandengekommen. Es musste etwas passieren! Seit einigen Jahren sind wir nun glückliche Pächter eines ÖBB Gartens und pflanzen unser Gemüse selber an. Endlich kann ich wieder meine Füße und Hände in die Erde stecken!  Mein Lieblingsort im Garten ist eindeutig unsere Outdoorküche – dort kann ich mitten in meinem kleinen Paradies Paradeiser einkochen oder mich an neuen Rezepten der Naturkosmetik probieren. Dazu mehr hier in Kürze am Blog.

Marlene – über Schnittlauchbrote und Gartenversuche

Wenn ich an Kindheit und Garten denke, dann fallen mir zwei Dinge ein: frische Schnittlauchbrote und Brennnessel. Schnittlauchbrot war meine absolute Hauptmahlzeit im Sommer. Und auch heute liebe ich es, wenn ich einfach in den Garten gehen kann, und an allerlei Kräutern schnuppern kann.

Die Brennnessel gab es bei uns am Waldrand zu Hauf, und unzählige Male bin ich beim Verstecken- und Fangenspielen im „Brennnesselbusch“ gelegen. Brennnessel waren überhaupt Fluch und Segen, denn so schmerzhaft sie auch waren, so gut schmeckten sie als Brennnesselspinat. Ihr seht: Ich mag die kulinarische Seite am Garten und hoffe, manche meiner Highlights mit euch zu teilen. Eines noch vorweg: Ich bin definitiv keine perfekte Gärtnerin – am liebsten mag ich es winterhart und pflegeleicht.

Tamara - Stadtkind mit Pflanzenwahn

Ich bin in Wien geboren, aufgewachsen und wohne auch noch heute hier, daher kenne ich die vielen Ecken und Kanten der Stadt – weiß aber auch, dass Wien sehr viel Grünfläche zu bieten hat. Doch so schön die Donauinsel, die Parks oder die Prater-Hauptallee auch sind, es sind öffentliche Flächen, mehr als Spazierengehen ist meistens nicht drinnen.

Doch ich habe das Glück, dass meine Familie auch immer schon eigenes Grün genießen wollte – ein Nebenwohnsitz in Niederösterreich bietet genau das. Ich kann Zeit mit meiner Familie verbringen und im Sommer entspannt in der Sonne liegen – eine kleine Oase nur für uns. Ob Wasserballschlachten, Grillfeiern oder auch die jährliche Ostereiersuche – unsere Wochenenden sind nie langweilig.

Doch auch in meinen eigenen vier Wänden darf ein wenig Natur nicht fehlen! Vor ein paar Jahren habe ich mich zum ersten Mal mit dem Thema Zimmerpflanzen beschäftigt, mittlerweile haben um die 60 Pflanzen in meiner Wohnung ein Zuhause gefunden.

Kathi – ohne Moos nix los

Vom Esstisch fällt mein Blick auf einen knapp 100 Jahre alten Marillenbaum mit spiralförmig gedrehtem Stamm – leider der einzige Altbaum in unserem rund 1000 m2 großen Grünreich im Süden Wiens. Aber wir haben für Nachwuchs gesorgt und einige Obstbäumchen (darunter Grafensteiner und Ungarische Beste) gepflanzt. Highlight aus unserem Hochbeet ist für mich das Colakraut; auf das von Nacktschnecken nie ganz unberührte Gemüse verzichte ich gerne, auch wenn ich dafür von meinem Mann als Snob bezeichnet werde. Die zahlreichen Himbeer- und Heidelbeerstauden (ausgegraben im bäuerlichen Garten der Schwiegermama, danke an dieser Stelle) beglücken die pflückfreudigen Familienmitglieder (wer zuerst kommt, schmaust zuerst).

Meine ungeliebtesten Aufgaben sind jene mit Sisyphos-Charakter: Efeu im Zaum halten und Nacktschnecken einsammeln, bäh! Gelobt und gepriesen sei unsere Bewässerungsanlage und das Schaf - aka unser Rasenmäääääh-Roboter, der jedoch – ganz wichtig zum Schutz von Igel & Co – striktes Nachtfahrverbot hat. Mein Traum: Dass dort, wo jetzt ein monströser Spielturm steht, irgendwann ein Naturpool ist. Ohne Moos ist in dieser Sache leider nix los – da heißt es noch ein bissi sparen … (und Lotto spielen). Spenden willkommen.