Große Gefühle im genialen Gesäuse.

Wunderbar wanderbar: Urlaub im Gesäuse

01. 07. 2026

Ein Region voller spektakulärer Landschaften, toller Wanderungen und überraschender Kulturhighlights.

Wer die schöne Natur Österreichs erleben möchte, ist im Gesäuse genau richtig. Die Region in der Obersteiermark verdankt ihren Namen dem tosenden Rauschen der Enns, die sich zwischen steilen Kalkwänden und markanten Gipfeln ihren Weg bahnt. Hier erwarten euch ursprüngliche Natur in einem der schönsten Nationalparks Österreichs, spektakuläre Berglandschaften und jede Menge Möglichkeiten, aktiv unterwegs zu sein. Ob gemütliche Talwanderung, anspruchsvolle Gipfeltour oder entspannte Auszeit am Wasser – das Gesäuse begeistert mit seiner Vielfalt. Dazu kommen kulturelle Schätze, beeindruckende Ausblicke und eine Region, die sich ihren authentischen Charakter bis heute bewahrt hat. Wir zeigen euch die schönsten Tipps für euren Urlaub im Gesäuse.

Mit dem Zug ins Gesäuse

Hier findet ihr die aktuellen Zugverbindungen fürs Gesäuse und könnt direkt euer Zugticket kaufen:

Unser Reisetipp: Gute Ausgangspunkte für euren Urlaub im Gesäuse sind die Bahnhöfe in Admont, Liezen, Weißenbach-St. Gallen, Gstatterboden oder Hieflau. Von dort bringen euch regionale Busverbindungen, das Gesäuse Sammeltaxi oder ÖBB Rail&Drive weiter zu vielen Wanderungen und Ausflugszielen der Region.

Tipp #1: Wandern im Nationalpark Gesäuse

Das Herzstück der Region ist der Nationalpark Gesäuse. Hier zeigt sich die Natur von ihrer wilden Seite: Schroffe Kalkwände, dichte Wälder, kristallklare Gebirgsbäche und eine beeindruckende Artenvielfalt prägen die Landschaft, die erobert werden will.

Besonders beliebt ist im Gesäuse Wanderung durch die Johnsbacher Almenrunde. Die Route verbindet mehrere traditionelle Almen miteinander und bietet spektakuläre Ausblicke auf die Gipfel des Hochtor-Massivs. Im Frühsommer blühen hier unzählige Alpenblumen, während im Herbst goldgelbe Lärchen die Hänge färben. Wer lieber gemütlich unterwegs ist, findet entlang der Enns zahlreiche leichte Wanderwege.

Ein Geheimtipp ist der Themenweg Lettmair Au, der durch einen der letzten naturnahen Auwälder der Region führt. Mit etwas Glück entdeckt ihr sogar seltene Vogelarten oder Spuren von Bibern. Für geübte Bergsteiger:innen gehören Touren auf das Hochtor oder den Buchstein zu den spektakulärsten Bergerlebnissen Österreichs. Die Ausblicke zählen zu den eindrucksvollsten der Ostalpen und reichen bei klarer Sicht weit über die umliegenden Bergketten hinaus. Und weil Wandern hungrig macht, gehören auch die Hütten zum Erlebnis dazu. Besonders beliebt sind die Hesshütte, die spektakulär zwischen Hochtor und Planspitze liegt, sowie die Grabneralm unterhalb des Grabnersteins. Wer eine aussichtsreiche Rast sucht, findet auch auf der Mödlinger Hütte, dem Admonter Haus oder im Buchsteinhaus regionale Spezialitäten und beeindruckende Panoramablicke.

Zum Urlaub im Gesäuse gehört das Wandern. Auf dem Bild sieht man die Hesshütte abends, ein Wanderer nähert sich.

Einkehren auf Niveau: die Hesshütte

Gesäuse Tipp #2: Staunen im Stift Admont

Mitten in den Bergen des Gesäuses wartet eine der größten kulturellen Überraschungen Österreichs: das Stift Admont. Von außen wirkt das Benediktinerstift bereits beeindruckend, doch sein größter Schatz verbirgt sich im Inneren. Die weltberühmte Bibliothek gilt als größte Klosterbibliothek der Welt und zählt zu den spektakulärsten Bibliotheksräumen Europas. Auf knapp 70 Metern Länge reihen sich rund 70.000 Bände in kunstvoll verzierten Regalen aneinander. Die lichtdurchflutete Halle wurde im 18. Jahrhundert vom Architekten Josef Hueber geschaffen. Die monumentalen Deckenfresken von Bartolomeo Altomonte symbolisieren die Verbindung von Wissenschaft, Glauben und menschlichem Wissen. Doch das Stift hat weit mehr zu bieten.

Zum Ensemble gehören mehrere Museen, die zu den bedeutendsten Klostermuseen Österreichs zählen. Naturhistorische Sammlungen, mittelalterliche Kunstwerke, Handschriften, sakrale Schätze und wechselnde Sonderausstellungen machen einen Besuch besonders spannend. Reizvoll dabei ist auch die Kombination aus Natur und Kultur: Morgens wandert ihr durch die Bergwelt des Gesäuses, nachmittags taucht ihr in über 900 Jahre Geschichte ein. Gerade an Regentagen oder während eines Herbsturlaubs zählt das Stift Admont zu den eindrucksvollsten Ausflugszielen der gesamten Region.

Zum Urlaub im Gesäuse gehört ein Besuch von Stift Admont. Auf dem Bild sieht man die Klosterbibliothek in der Nacht.

Die größte Klosterbibliothek der Welt von innen.

Gesäuse Tipp #3: Wassererlebnispark St. Gallen

Wenn die Temperaturen steigen, wird der Wassererlebnispark St. Gallen zum perfekten Ausflugsziel für Familien. Auf mehr als 20.000 Quadratmetern dreht sich hier alles um das Element Wasser. Statt klassischem Freibad erwartet euch eine naturnahe Erlebniswelt mit Bachläufen, Wasserspielplätzen, Flößen, Holzstegen und interaktiven Erlebnisstationen. Kinder können Wasserläufe bestaunen, kleine Dämme bauen oder spielerisch die Kraft des Wassers entdecken, während Erwachsene die umliegende Naturkulisse genießen. Besonders reizvoll ist die Lage am Eingang zum Gesäuse.

Umgeben von Wiesen, Wäldern und Bergen wirkt der Park wie eine natürliche Erweiterung der Landschaft. Anders als in vielen Freizeitparks steht hier nicht Action um jeden Preis im Vordergrund, sondern das spielerische Erleben der Natur. Ganz nebenbei erfahren große und kleine Gäste mehr über die Bedeutung des Wassers, die Entstehung von Flüssen und die empfindlichen Ökosysteme der Region. Viele Familien verbringen hier locker einen ganzen Tag. Picknickplätze, Liegewiesen und schattige Bereiche machen den Aufenthalt besonders angenehm. Wer nach oder auch statt einem aktiven Tag im Nationalpark einen entspannten Kontrast sucht, ist hier genau richtig.

Zum Urlaub im Gesäuse gehört ein Besuch im Wassererlebnispark St. Gallen. Auf dem Bild sieht man eine Familie beim Überqueren eines Teiches auf einem Floß.

Erfrischendes Erlebnis: der Wassererlebnispark St. Gallen

Gesäuse Tipp #4: Burg Strechau

Hoch über dem Palten- und Ennstal erhebt sich die imposante Burg Strechau. Die mächtige Anlage zählt zu den größten erhaltenen Burgen der Steiermark und prägt die Landschaft des Gesäuses schon von weitem. Bereits die Auffahrt vermittelt das Gefühl, in eine andere Zeit einzutauchen. Die Geschichte der Burg reicht bis ins 11. Jahrhundert zurück. Hinter den historischen Mauern verbergen sich spannende Geschichten über Ritter, Adelsfamilien und wechselvolle Herrschaftszeiten.

Bei einer Führung entdeckt ihr prunkvolle Säle, historische Wohnräume, versteckte Winkel und beeindruckende Innenhöfe. Besonders faszinierend ist die Mischung aus mittelalterlicher Wehrburg und repräsentativem Renaissanceschloss. Viele Bereiche wurden liebevoll restauriert und vermitteln einen lebendigen Eindruck vom Leben vergangener Jahrhunderte. Ein weiteres Highlight ist die umfangreiche Sammlung historischer Fahrzeuge, Kutschen und Motorräder, die einen überraschenden Kontrast zur mittelalterlichen Architektur bildet. Dadurch wird die Burg nicht nur für Geschichtsinteressierte spannend, sondern auch für Technikfans.

Mindestens ebenso beeindruckend wie die Burg selbst ist ihre Lage: Von den Aussichtspunkten schweift der Blick über die Täler und Berge der Region bis zu den Gipfeln des Gesäuses. Gerade im Herbst, wenn sich die Wälder bunt färben, zählt die Burg Strechau zu den schönsten Fotomotiven der Obersteiermark.

Zum Urlaub im Gesäuse gehört ein Besuch der Burg Strechau. Auf dem Bild sieht man eine Luftaufnahme der Burganlage.

Zeitreisen leicht gemacht: Die Burg Strechau

Gesäuse Tipp #5: Raften und Spazieren an der Enns

Ohne die Enns gäbe es das Gesäuse in seiner heutigen Form nicht. Der Fluss hat über Jahrtausende jene spektakuläre Landschaft geschaffen, die die Region heute so einzigartig macht. Zwischen steilen Kalkwänden bahnt sie sich ihren Weg durch das Tal. Je nach Lichteinfall schimmert das Wasser in beeindruckenden Grün- und Türkistönen und sorgt für einige der schönsten Naturkulissen Österreichs. Besonders eindrucksvoll erlebt ihr den Fluss entlang des Ennsradwegs oder auf den zahlreichen Spazier- und Wanderwegen direkt am Wasser. Immer wieder eröffnen sich Ausblicke auf Stromschnellen, Schotterbänke und die markanten Felswände des Nationalparks. Gerade im Frühling, wenn die Schneeschmelze die Wassermassen anschwellen lässt, zeigt die Enns ihre ganze Kraft. Im Herbst hingegen spiegeln sich die bunten Wälder in den ruhigeren Flussabschnitten und schaffen beinahe kitschige Fotomotive.

Wer das Gesäuse etwas abenteuerlicher erleben möchte, kann an geführten Rafting- oder Kajaktouren teilnehmen. Die Enns zählt zu den beliebtesten Wildwasserrevieren Österreichs und bietet sowohl Einsteiger:innen als auch erfahrenen Paddler:innen eindrucksvolle Naturerlebnisse. Deutlich gemütlicher geht es bei einem Picknick an einem der vielen Flussufer zu – mit Blick auf die Berge des Gesäuses und dem ständigen Rauschen des Wassers im Ohr.

Zum Urlaub im Gesäuse gehört ein Besuch der Enns. Auf dem Bild sieht man ein Kajak im Fluss.

Lebensader Enns: Ab in die Fluten!

Fazit

Das Gesäuse zählt zu den eindrucksvollsten Naturregionen Österreichs. Zwischen wilden Flüssen, spektakulären Wanderwegen und kulturellen Schätzen, wie dem Stift Admont, erlebt ihr eine Region, die Abenteuer und Entschleunigung auf einzigartige Weise verbindet. Egal ob beim Wandern im Gesäuse, beim Staunen in der weltberühmten Bibliothek oder beim Genießen der wilden Flusslandschaften entlang der Enns: Das Gesäuse zeigt Österreich von seiner ursprünglichsten Seite.