Sag "Ja" im Zug! Und dann?

28. 08. 2017

Vor 4 Jahren gaben sich Alexandra und Helfried im Railjet das Ja-Wort. Kennengelernt haben sie sich – wie viele andere ÖsterreicherInnen auch – bei der Arbeit. Alexandra und Helfried arbeiten beide bei den ÖBB. 4 Jahre nach der Hochzeit waren wir neugierig und haben die beiden im Rahmen unseres Summer of Love ein wenig gelöchert ...

Die große ÖBB Lovestory

Werfen wir schnell noch einen kleinen Blick zurück in das Jahr 2013, als sich Alexandra und Helfried bei über 200km/h das Ja-Wort gaben:

Und Heute?

4 Jahre später berichten uns die beiden von ihrem Leben, blicken auf ihren großen Tag zurück und verraten uns ihr Geheimnis einer glücklichen Partnerschaft.

Vor 4 Jahren habt ihr euch im Zug das Ja-Wort gegeben. Wie ist es euch seither ergangen?

Wir waren sehr erstaunt darüber, welches Interesse an unserer Hochzeit herrschte. Es erreichten uns Glückwünsche aus ganz Österreich, teilweise sogar aus der Schweiz und Deutschland. Aus allen Himmelsrichtungen wurden uns Zeitungsartikel zugesandt. Sogar heute noch werden wir darauf angesprochen.

Unsere Hochzeitsreise haben wir Weihnachten/Silvester 2014/15 auf Kuba ausgiebig nachgeholt. Es war ein phantastischer Urlaub. Ein Besuch am Hauptbahnhof in Havanna durfte dabei natürlich nicht fehlen. Wir haben herausgefunden, dass die Uhren auf Kuba doch ein wenig anders gehen, als bei uns.

Wie ist das Eheleben so?

Es ist nicht immer leicht, gemeinsame Freizeit zu finden, da der unregelmäßige Schichtdienst eine sehr große Herausforderung darstellt, und schon überhaupt, wenn es beide ausüben. Inzwischen haben wir uns aber recht gut damit arrangiert und genießen die gemeinsame arbeitsfreie Zeit.
Diese verbringen wir in den schneefreien Monaten großteils in unserem Schrebergarten, einerseits mit Heimwerken, andererseits natürlich entspannen. Außerdem frönen wir gemeinsamen Hobbys, wie Radfahren, Wandern, Skifahren, Schwammerl suchen, Nordic Walking usw.

Wie war das eigentlich damals genau? Wer hat den ersten Schritt beim Kennenlernen gemacht?

Heli kam bereits 2010 auf Abordnung (Aushilfe) vom Stützpunkt Graz nach Wörgl. Wir sahen uns bereits in den ersten Tagen und hätten wohl auch Interesse aneinander gehabt, aber da wir uns dann nur alle paar Wochen ganz kurz begegneten, sollte es wohl nicht früher sein.
Im Juni 2011 wollte es dann das Schicksal aber doch anders mit uns und wir liefen uns innerhalb weniger Tage mehrmals über den Weg. Da wir beide nicht auf den Mund gefallen sind, ergaben sich dann doch sehr rasch gute und lustige Gespräche.

Die Initiative für den ersten Kuss ergriff Heli. Auf den Tag genau zwei Jahre später haben wir geheiratet.

Im Nachhinein betrachtet: Was würdet ihr heute anders machen?

Beim Kennenlernen? Auch wenn es nur kurze Momente sind, würden wir die Gelegenheit, das Interesse am anderen zu zeigen, früher am Schopf packen.

Die Hochzeit? Wir würden wieder alles genau gleich machen. Es war ein wunderschöner Tag, den wir “in vollen Zügen” genießen konnten *lach*. Die Hochzeit am 11. Juni im Railjet 564 hielten wir im kleinen Kreis, dafür organisierten wir 11 Tage später eine zwanglose Wedding-Party in unserem Schrebergarten, mit Zelt, DJ, Catering und tollen Freunden. Es war genau zur Sommersonnenwende, eine traumhafte Kulisse, umringt von den Bergfeuern auf den umliegenden Tiroler Bergen. Wir feierten bis in die frühen Morgenstunden, eine Party von der unsere Gäste noch heute reden.

Arbeitet ihr eng miteinander zusammen?

Gelegentlich begegnen wir uns schon an unserem Heimat-Stützpunkt in Wörgl, oder finden manchmal auch in einem anderen Bahnhof während einer kurzen Pause Zeit, um gemeinsam einen Kaffee zu trinken. Kommt aber eher selten vor.

Habt ihr Tipps für Paare, die auch miteinander arbeiten, wie man es schafft beruflich und privates zu trennen? Oder soll man das gar nicht?

Wir finden nicht, dass man Beruf und Privat trennen muss. Gerade eben der Beruf Lokführer erfordert sehr viel Verständnis vom Partner, da die Dienstschichten ja jeden Zeitraum von 0-24 Uhr und das 365 Tage im Jahr betreffen. Wir sehen den gemeinsamen Beruf auch als Vorteil, da wir über die Erlebnisse des Arbeitstages reden können und der andere versteht, worum es gerade geht. Dass man dann in der Freizeit auch mal abschalten muss, versteht sich von selbst.

Was ist euer Rezept für eine gelungene Beziehung?

Wir leben in einer Gesellschaft, in der die Arbeit doch einen großen Teil der Zeit einnimmt. Egal, ob man in der selben Firma oder im gleichen Beruf arbeitet oder nicht, Interesse und Verständnis für den Job des anderen zu zeigen, ist bestimmt eine sehr gute Basis für vieles …

Liebe Alexandra, lieber Helfried: Danke, dass ihr uns wieder ein wenig an eurem Glück teilhaben lasst! Wir wünschen euch noch viele wunderbare gemeinsame Jahre voller aufregender Urlaube. Als ÖBB können wir unglaublich stolz sein, so leidenschaftliche MitarbeiterInnen in unserem Unternehmen zu haben. Danke für euren Einsatz! <3

Unser Blog im Zeichen der Liebe

Nach unserem ersten Posting zum #summeroflove, meldeten sich zahlreiche Userinnen und User. Im Laufe des Sommers besuchen, interviewen und teilen wir ihre Geschichten. So wie bei Alexandra und Helfried. Die gesammelten Liebesg´schichten findest du dann hier am Blog unter dem Menüpunkt “Summer of Love”. Hast auch du eine Geschichte, die du mit uns teilen möchtest? Dann melde dich unter: social-media@oebb.at bei uns!