Die Bahn ist Österreichs sicherstes Verkehrsmittel

19. 01. 2017

78 Prozent der Bahnkunden fühlen sich bei uns sicher oder sehr sicher, wie neueste Studien belegen.

Auch zeigt der jährliche Sicherheitsbericht, dass die Zahl an tätlichen Übergriffen und Diebstählen rückläufig ist – und das bei einer deutlich steigenden Zahl an Reisenden (2016: über 240 Mio. Fahrgäste).

Gestiegen ist allerdings die Anzahl der Übergriffe und Tätlichkeiten gegen ÖBB Mitarbeiter. Um dieser Entwicklung gegenzusteuern, erweitern wir die schon laufenden Sicherheitsinitiativen um ein neues Maßnahmenpaket.

Damit soll noch mehr Service für unsere Kunden und noch mehr Sicherheit für unsere Mitarbeiter garantiert werden. Die Maßnahmen im Detail:

Mehr Mitarbeiterpräsenz in Zügen und auf Bahnhöfen

Die 490 aktiven ÖBB Security Mitarbeiter werden künftig nicht nur auf Bahnhöfen, sondern auch verstärkt in Zügen präsent sein. Bis Ende 2018 wird das ÖBB Security Team um weitere 250 Mitarbeiter aufgestockt. 2017 werden 130 neue Mitarbeiter für das Zugpersonal aufgenommen. Sie werden unter anderem als Zugbegleiter in stark ausgelasteten Zügen im Fernverkehr eingesetzt, um den Fahrgästen noch mehr Service zu bieten. Ein Teil der neuen Mitarbeiter wird in so genannten Service- und Kontrollteams verstärkt auf Zügen ohne reguläre Zugbegleiter-Besetzung (so genannte 0/0 Züge) unterwegs sein und für mehr ÖBB Präsenz sorgen.

Bis Jahresende werden außerdem 40 zusätzliche ÖBB Kundeninformationsmitarbeiter aufgenommen. Durch die verstärkte Präsenz von ÖBB Mitarbeitern in Zügen und auf Bahnhöfen sollen das Service für die Kunden und das Sicherheitsgefühl weiter gesteigert werden. Die ÖBB Mitarbeiter werden künftig vorwiegend in Teams zu zweit, dritt oder viert unterwegs sein, wodurch auch die Sicherheit der Mitarbeiter vor möglichen Übergriffen erhöht wird.

Bauliche Maßnahmen, um „Angst-Räume“ zu beseitigen

Mit mehr als 300 unterschiedlichen einzelnen Maßnahmen auf mehr als 130 Bahnhöfen werden nicht einsehbare Flächen, sogenannte „Angst-Räume“, vermieden. Zusätzliche Beleuchtung, Spiegel und neue Videoeinrichtungen werden auf 16 Bahnhöfen in ganz Österreich in Zukunft zusätzliche Sicherheit bieten.

Technische Maßnahmen zur Unterstützung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Schnellere Unterstützung für Mitarbeiter bei Notfällen oder drohenden Übergriffen soll durch technische Unterstützungen erreicht werden, etwa durch eine Notfallalarm/Taste oder eine neue Notfall-App. An der Umsetzung dieser Lösungen wird derzeit intensiv gearbeitet.

Ebenso kann nach dem derzeit laufenden Probebetrieb der Einsatz von BodyCams auf Zugbegleiter sowie Service- und Kontrollteam-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgeweitet werden.

Verstärkte Polizeipräsenz in den Zügen

Wir arbeiten sehr eng und erfolgreich mit dem Innenministerium zusammen. Die laufende Kooperationsvereinbarung wird auch 2017 fortgesetzt. Des Weiteren wurden verstärkte Streifen der Bereitschaftspolizei in S-Bahn Zügen, vor allem in der Ostregion, vereinbart sowie die Bestreifung von stark frequentierte Fernverkehrszügen.

Bedarfsorientierte Schulung und volle rechtliche Absicherung für Mitarbeiter

Durch verstärkte Mitarbeiterschulungen mit Deeskalationstrainings, Konfliktlösungs- und Szenarientrainings, zum Teil auch in Kooperation mit der Polizei, werden unsere Kollegen für die täglichen Anforderungen im Dienst auf Bahnhöfen und in Zügen noch besser gerüstet sein.

Diese Präventions- und Sicherheitsmaßnahmen sollen die Zahl der Übergriffe auf ÖBB Mitarbeiter reduzieren und ein sicheres Arbeitsumfeld schaffen. Diese Maßnahmen werden zügig umgesetzt. „Mit der Aufnahme von 425 neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern setzen die ÖBB einen neuen Meilenstein hinsichtlich Service  und Sicherheit für Kundinnen und Kunden.

Dies ist ein klarer Schritt zum verstärkten Schutz der eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

ÖBB CEO Andreas Matthä zu dieser Offensive