Wow, die Wachau: Wein, Wandern & mehr
27. 05. 2026
Mehr als nur Postkartenidylle: Die Wachau zählt zu den schönsten Natur- und Kulturlandschaften der Welt.
27. 05. 2026
Mehr als nur Postkartenidylle: Die Wachau zählt zu den schönsten Natur- und Kulturlandschaften der Welt.
Das UNESCO-Welterbe Wachau ist nicht grundlos weit über die Landesgrenzen bekannt. Zwischen Krems und Melk ziehen sich schier endlose Weinterrassen entlang der Donau, kleinere Orte wie Weißenkirchen in der Wachau oder Dürnstein schmiegen sich an die Hänge, dahinter steigen Marillengärten, Trockensteinmauern und Waldwege den Hang hinauf. Ihr erlebt dieses Paradies gemütlich bei einer Wachau Schifffahrt, sportlich beim Radfahren oder beim Wandern auf einer Etappe des Wachau Welterbesteig. Wir zeigen euch die schönsten Wachau Sehenswürdigkeiten und einige Tipps, die viele gar nicht kennen.
Hier findet ihr die aktuellen Zugverbindungen in die Wachau und könnt direkt euer Zugticket kaufen:
Unser Reisetipp: Melk oder Krems erreicht ihr bequem mit den Zügen der ÖBB – ideal für ein verlängertes Wochenende. Oder ihr kombiniert mit dem Wachau-Ticket eure Bahnfahrt mit einer Wachau Schifffahrt auf der Donau und dem Eintritt ins barocke Stift Melk zu einem Gesamterlebnis.
Die klassische Wachau Schifffahrt zwischen Krems und Melk gehört zu den entspanntesten Möglichkeiten, die Region kennenzulernen. Vom Wasser aus präsentieren sich charmante Orte wie Weißenkirchen in der Wachau, als wären sie nur dazu geschaffen, das Auge zu erfreuen. Frühmorgens liegt oft noch Nebel über der Donau, abends färbt die Sonne das Wasser golden.
Besonders charmant ist die Kombi mit der historischen Wachaubahn. Die nostalgische Bahnstrecke verbindet Krems mit Emmersdorf und verläuft direkt entlang der Donau – immer wieder öffnen sich grandiose Ausblicke.
Unser Tipp: Vom Kirchenplatz in Spitz führt ein Rundweg hinauf zum Roten Tor, einem Relikt der mittelalterlichen Befestigungsanlage. Oben genießt man einen der schönsten Blicke über die Wachau – deutlich ruhiger als an den bekannten Spots in Dürnstein.
Die Donau mit dem Schiff entdecken
Die Wachau ohne Wein? Kaum denkbar. Vor allem Grüner Veltliner und Riesling prägen die steilen Terrassen entlang der Donau. Besonders beliebt ist die Domäne Wachau, deren Weingärten zu den renommiertesten Österreichs zählen. Wer Zeit mitbringt, sollte unbedingt an einer Führung teilnehmen: Spannend sind vor allem das historische Kellerschlössl und die beeindruckenden Kelleranlagen in Dürnstein.
Doch die schönsten Entdeckungen macht man oft in den kleinen Wachau Heurigen abseits der Hauptorte und in den Kellergassen. Ein Geheimtipp ist etwa die Kellergasse in Wösendorf: Zwischen alten Höfen und Gärten servieren viele Betriebe klassische Wachauer Jause, hausgemachte Aufstriche oder warmen Kümmelbraten.
Prost: Die Weinterrassen von Dürnstein in der Wachau.
Wer den Frühling liebt, kommt hier voll auf seine Kosten: Wenn die Marillenblüte Wachau beginnt, verwandelt sich die Region für wenige Wochen in ein weiß-rosa Blütenmeer von Weltruhm. Besonders rund um Krems, Rossatz-Arnsdorf und Weißenkirchen in der Wachau stehen ganze Hänge voller blühender Marillenbäume.
Die berühmte Wachauer Marille (extrem saftig, fruchtig und hocharomatisch) ist längst Kulturgut geworden. Ob Marmelade, Likör, als Knödel oder Edelbrand – kaum eine Frucht ist so eng mit einer Region verbunden. Na gut: Die Traube vielleicht. Je nach Wetter beginnt die Marillenblüte zwischen Mitte März und Mitte April und dauert oft nur wenige Wochen, es gibt sogar eine Web-Cam für alle, die nichts verpassen wollen.
Unser Tipp: Ein besonderer Aussichtspunkt während der Blütezeit ist die Gruberwarte auf der Buschandlwand zwischen St. Michael und Spitz. Der beste Ort für Fotos und Sonnenuntergänge.
Blühendes Wahrzeichen: Die Marillenblüte der Wachau.
Auch hier übertreiben wir nicht: Der Donauradweg zählt zu den beliebtesten Radwegen Europas – und die Etappe durch die Wachau gilt als Juwel. Kein Wunder: Beim Radfahren in der Wachau wechseln sich Weinberge, Burgruinen und direkte Donaublicke ständig ab. Wer es gemütlich mag, fährt von Krems bis Melk, sportlich Ambitionierte orientieren sich gerne an der Strecke des legendären Wachau Radmarathons.
Ein kurzer und besonders schöner Abschnitt des Donauradweges verläuft übrigens zwischen St. Michael, Wösendorf und Joching. Die Strecke führt flach durch eine der malerischsten Weinlandschaften der Region. Generell gilt: Wer länger unterwegs ist, sollte genügend Zeit für Zwischenstopps einplanen. Fast jeder Ort bietet kleine Badeplätze, Heurige oder Aussichtspunkte direkt an der Donau.
Tipp für euren Radausflug:
Im Sommer wird’s in den Zügen in die Wachau schnell voll - mit Fahrrädern. Entspannter startet ihr, wenn ihr euch vor Ort ein Rad ausleiht, etwa bei Vienna Explorer. Einfach online reservieren und in Krems oder Melk losradeln. Wer lieber mit dem eigenen Bike anreist, sollte vorab einen Blick auf die ÖBB Infos zur Fahrradmitnahme werfen.
Legendäre Route: Der Donauradweg führt durch die Wachau.
Zu Fuß bleibt noch mehr Zeit zum Staunen: Der Wachau Welterbesteig, ein rund 180 Kilometer langer Weitwanderweg mit insgesamt 14 Etappen, ist besonders eindrucksvoll. Eine der schönsten Teilstrecken führt von Dürnstein hinauf zur Kanzel oberhalb der Donau.
Unser Tipp: Viele kennen zwar die berühmte Burgruine, doch nur wenige gehen weiter Richtung Vogelbergsteig – dort öffnen sich spektakuläre Tiefblicke über die Donau und die Weinterrassen der Wachau. Ebenso außergewöhnlich ist der Tausendeimerberg bei Spitz. Frühmorgens, wenn die ersten Sonnenstrahlen die Trockensteinmauern beleuchten und Nebelschwaden über dem Fluss hängen, werden eure Knie weich.
Mächtige Mauern und Bogengänge: Der Welterbesteig.
Natürlich gehören das Stift Melk oder die Burgruine Dürnstein zu den bekanntesten Wachau Sehenswürdigkeiten. Doch die Region verbirgt noch so viel mehr: Spannend ist etwa Willendorf in der Wachau – jener kleine Ort, in dem 1908 beim Bau der Donauuferbahn die weltberühmte Venus von Willendorf entdeckt wurde. Im Museum Venusium erfährt man mehr über Österreichs berühmtesten archäologischen Fund. Ein weiterer Geheimtipp ist die Ruine Hinterhaus bei Spitz. Der Aufstieg dauert rund zwanzig Minuten, oben wartet ein grandioser Ausblick – besonders zum Sonnenuntergang.
Wer die Region im Sommer besucht, findet außerdem entlang der Donau immer wieder ruhige Naturbadeplätze. Besonders rund um Spitz, Weißenkirchen in der Wachau oder Rührsdorf laden kleine Kiesbuchten zum Abkühlen ein.
Lust auf mehr Action? Veranstaltungen wie die Starnacht aus der Wachau zeigen jedes Jahr, wie eng Lebensfreude und Landschaft hier miteinander verbunden sind.
Wer in der Wachau diese Dame sieht, hat Willendorf entdeckt.
Die Wachau begeistert nicht nur durch ihre weltbekannten Sehenswürdigkeiten, sondern vor allem durch ihre Vielfalt. Zwischen Weingütern, Marillengärten und Donau-Pracht eröffnet sich eine Region, die man in Ruhe entdecken sollte, zum Beispiel beim Radfahren, Wandern oder mit der Wachau Schifffahrt. Denn: Hinter jeder Kurve erwartet euch ein neuer Blick!