Bahnabenteuer: Mit dem Zug nach Rumänien
15. 04. 2026
Mit dem Zug nach Rumänien zu reisen, ist ein Abenteuer, das diesen Namen redlich verdient. Mittelalterliche Städte, gruslige Dracula-Vibes und die Landschaft der Karpaten warten auf euch!
15. 04. 2026
Mit dem Zug nach Rumänien zu reisen, ist ein Abenteuer, das diesen Namen redlich verdient. Mittelalterliche Städte, gruslige Dracula-Vibes und die Landschaft der Karpaten warten auf euch!
Bereit für ein Bahnabenteuer der besonderen Art? Dann ab mit dem Zug nach Rumänien! Von der ungarischen Tiefebene über die historischen Städte Transsilvaniens bis in die beeindruckenden Gebirgslandschaften der Karpaten zu reisen, schafft garantiert unvergessliche Erinnerungen. Der Schnellzug (D 346/347) selbst trägt einen traditionsreichen Namen: Der „Dacia“ verweist auf das historische Dakien, das Gebiet des heutigen Rumäniens – und steht sinnbildlich für die Verbindung zwischen Mitteleuropa und Südosteuropa. Betrieben wird der Nachtzug von der rumänischen Staatsbahn CFR Călători, die diese klassische Route über Ungarn, durch die Karpaten und bis in die Walachei bis heute bedient. Ob ihr auf Graf Dracula trefft, sei dahingestellt – so oder so wird diese Reise reichlich Biss haben!
Unser Reisetipp: Auf dieser Reise lohnt sich ein Zwischenstopp in Budapest: Die Donaumetropole verbindet prachtvolle Architektur mit entspannten Thermalbädern – ein perfekter Auftakt!
Mittelalterliches Transsilvanien mit Bahnanschluss: Ein besonders lohnender Zwischenstopp auf der Reise mit dem Zug nach Rumänien ist Sighișoara, das direkt an der Strecke liegt. Vom Bahnhof aus ist die historische Oberstadt schnell erreicht – und schon wenige Schritte später taucht man in eine andere Zeit ein. Die UNESCO-geschützte Altstadt zählt zu den besterhaltenen mittelalterlichen Städten Europas. Knallbunte Häuser schmiegen sich an den Hügel, enge Gassen führen vorbei an Wehrtürmen und kleinen Plätzen, während der markante Uhrturm über allem wacht. Wirklich eindrucksvoll ist die überdachte Schülertreppe, die hinauf zur Bergkirche führt – ein Relikt aus einer Zeit, in der der Alltag noch stark von den Jahreszeiten geprägt war.
Übrigens: Sighișoara gilt zudem als Geburtsort von Vlad Țepeș, dessen Geschichte bis heute eng mit der Dracula-Legende verbunden ist. Fans sollten einen Besuch des Dracula Geburtshaus im Ort einplanen!
Alles so schön bunt hier: Sighișoara Altstadt bezaubert.
Lebendige Kulturstadt: Die Stadt Brașov gehört zu den schönsten Stationen entlang der Route mit dem Zug nach Rumänien und ist ein idealer Ort, um die Reise für ein oder zwei Tage zu unterbrechen. Eingebettet zwischen bewaldeten Bergen der südlichen Karpaten verbindet sie mittelalterliche Architektur mit einer überraschend lebendigen Atmosphäre. Rund um den zentralen Piața Sfatului reihen sich Bürgerhäuser, Cafés und Restaurants, während die imposante Schwarze Kirche als eines der bedeutendsten gotischen Bauwerke Osteuropas das Stadtbild prägt. Von hier aus lohnt sich ein Spaziergang durch die verwinkelten Gassen der Altstadt oder ein Abstecher zur schmalen Strada Sforii, einer der engsten Straßen Europas.
Unsere Tipp: Nur wenige Kilometer entfernt liegt das berühmte Schloss Bran, ein Muss für Dracula- und Gruselfans! Ebenso reizvoll ist eine Fahrt hinauf auf den Tâmpa-Berg, von dem sich ein eindrucksvoller Blick über die Stadt eröffnet.
Hallo Herr Dracula: Das Schloss Bran ist ein Must-See bei einer Reise nach Rumänien.
Panorama zwischen Transsilvanien und der Walachei: Einer der eindrucksvollsten Abschnitte der gesamten Reise beginnt hinter Brașov, wenn der Zug in die Landschaft der Karpaten eintaucht. Auf dem Weg Richtung Süden windet sich die Strecke durch dichte Wälder, entlang von Flüssen und durch enge Täler – ein Abschnitt, der besonders aus dem Zugfenster seine ganze Wirkung entfaltet.
Die Passage rund um Sinaia zählt zu den landschaftlichen Höhepunkten der Route. Hier öffnet sich der Blick auf bewaldete Berghänge und alpine Kulissen, die in starkem Kontrast zu den zuvor durchquerten Städten stehen. Sinaia selbst war einst Sommerresidenz der rumänischen Königsfamilie und beherbergt mit dem Schloss Peleș eines der schönsten Schlösser Europas, eingebettet in eine märchenhafte Landschaft.
Schloss Peleș, eine der schönsten Residenzen Europas.
Großstadt zwischen Geschichte und Aufbruch: Am Ende der Reise wartet Bukarest, die pulsierende Hauptstadt Rumäniens. Breite Boulevards und prachtvolle Gebäude aus der Belle Époque erinnern daran, dass die Stadt einst als „Paris des Ostens“ galt, während monumentale Bauwerke aus der kommunistischen Ära ebenso bis heute das Stadtbild prägen. Allen voran der Parlamentspalast, eines der größten Verwaltungsgebäude der Welt, der die Dimensionen und den Anspruch vergangener Zeiten eindrucksvoll sichtbar macht.
Wer Hunger hat, sollte in der Stadt auch gleich die rumänische Küche und ihre Spezialitäten probieren, wie zum Beispiel Sarmale (Krautwickel), Mici (gegrillte Hackfleischröllchen) oder Papanași (frittierte Topfenkrapfen) - die in der altehrwürdigen Bierhalle Caru' cu bere, einer Institution der Stadt seit 1879, ganz besonders munden.
Gleichzeitig zeigt sich Bukarest heute jung und dynamisch: In der Altstadt reihen sich Cafés, Bars und Restaurants aneinander, während seine kreative, junge Szene Kunst, Design und Musik spielerisch vereint.
Spannend ist auch der Blick in die Zukunft: Während man auf der Reise durch Transsilvanien mitten durch die Ursprünge der Dracula-Legende fährt, kommt man bei Bukarest zu einem gerade entstehenden, groß angelegten Themenpark rund um die Figur des blutdürstigen Grafens. Das Projekt Dracula Land soll die Mythen der Region modern inszenieren und die Hauptstadt zusätzlich als Reiseziel stärken.
Dracula heißt euch auch im wunderschönen Bukarest willkommen.
Mit dem Zug nach Rumänien zu reisen ist mehr als nur eine Bahnfahrt bis nach Bukarest zu unternehmen. Es ist eine Reise durch Landschaften, Zeiten und Geschichten. Zwischen mittelalterlichen Städten wie Sighișoara, dem lebendigen Brașov, den weiten Berglandschaften der Karpaten und dem urbanen Puls Bukarests zeigt sich Rumänien in all seinen Facetten. Wer unterwegs aussteigt, entdeckt nicht nur neue Orte, sondern reist bewusst langsamer – und intensiver.