Bologna Sehenswürdigkeiten zu sehen ist die Stadt Bologna

5 bezaubernde Bologna Sehenswürdigkeiten

12. 05. 2026

Die Stadt für alle Sinne: Bologna Sehenswürdigkeiten zwischen Arkaden, Kulinarik und Dolce Vita entdecken.

„Tante Ceccarelli hat in Bologna Amore gemacht. Amore, meine Stadt“: Der Kult-Hit von „Wanda“ hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel, die Stadt an sich allerdings ist von zeitloser Schönheit. Zwischen historischen Fassaden, kilometerlangen Arkaden und dem Aroma frisch zubereiteter Pasta entfaltet sich in Bologna eine Atmosphäre, die Lust aufs Genießen macht. Die bezaubernde Metropole der Region Emilia-Romagna gilt nicht nur als eine der ältesten Universitätsstädte Europas, sondern auch als kulinarisches Herz Italiens. Wer Bologna besucht, entdeckt eine Stadt, die weniger auf große Inszenierung setzt, sondern durch Authentizität überzeugt. Wir zeigen euch die schönsten Bologna Sehenswürdigkeiten, die ihr beim Städtetrip nicht verpassen solltet.

Anreise: Mit dem ÖBB Nightjet beginnt die Reise nach Bologna besonders entspannt. Auch tagsüber ist die Anreise unkompliziert: Von München und Innsbruck gelangt ihr mit dem ÖBB Railjet direkt und komfortabel in die Stadt. So wird die Reise selbst schon Teil des Erlebnisses!

Bologna Must-See #1: Die Arkaden von Bologna

Die Arkaden von Bologna gehören zu den prägendsten Bologna Sehenswürdigkeiten und sind gleichzeitig ein echtes Unikum in Europa. Rund 60 Kilometer ziehen sich die überdachten Säulengänge durch die Stadt und verbinden Plätze, Straßen und Gebäude miteinander. Seit 2021 zählen sie sogar zum UNESCO-Weltkulturerbe. Ursprünglich entstanden die Arkaden aus einem sehr praktischen Grund: Mit dem Wachstum der mittelalterlichen Stadt wurde zusätzlicher Wohnraum benötigt. Also baute man die oberen Stockwerke einfach über die Gehwege hinaus – gestützt von Säulen. Daraus entstand jenes charakteristische Stadtbild, das bis heute prägt.


Beim Spaziergang durch die Arkaden erlebt man die Stadt aus einer ganz eigenen Perspektive. Regen oder Sonne spielen kaum eine Rolle, das Leben verlagert sich unter die Bögen. Cafés, kleine Läden und versteckte Innenhöfe reihen sich aneinander und laden dazu ein, immer wieder stehenzubleiben. 


Unser Tipp: Ein besonderes Erlebnis ist der Weg hinauf zur Wallfahrtskirche San Luca. Der überdachte Arkadengang dorthin gilt als der längste der Welt und verbindet Bewegung mit beeindruckenden Ausblicken auf die Stadt und die umliegende Landschaft.

Zu den Bologna Sehenswürdigkeiten gehörten die Arkaden von Bologna. Auf dem Bild sieht man jene vor der Kirche von Santo Stefano.

Mehr als ein Wahrzeichen: Die Arkaden von Bologna

Bologna Sehenswürdigkeiten #2: Die Piazza Maggiore

Das urbane Zentrum gehört ebenfalls zu den wichtigsten Bologna Sehenswürdigkeiten. Umgeben von imposanten Gebäuden wie der Basilika San Petronio, dem Palazzo d’Accursio und dem Palazzo del Podestà entfaltet sich hier ein Platz, der seit Jahrhunderten das politische und gesellschaftliche Herz der Stadt bildet.

Kulthungrige sollten beim Besuch Zeit mitbringen: Die Basilika San Petronio in Bologna ist eine der größten gotischen Kirchen der Welt, ihre Fassade ist seit 1390 aufgrund von Finanzierungsproblemen und päpstlicher Intervention (die Größe soll den Petersdom nicht übertreffen) unvollendet geblieben. 

Die Piazza selbst ist ein Ort zum An- und Runterkommen. Straßenkunst und Musik sorgen für Leben, die Atmosphäre wirkt offen und entspannt. Von hier aus führen zahlreiche Gassen in die Altstadt, in denen sich Bologna von ihrer authentischen Seite zeigt.
 

Zu den Bologna Sehenswürdigkeiten gehört die Piazza Maggiore. Auf dem Bild sieht man sie bei Sonnenuntergang.

Come together: Piazza Maggiore

Bologna Highlight #3: Garisenda und Asinelli Türme

Die „Due Torri“, die zwei schiefen Türme, zählen sicherlich zu den bekanntesten Bologna Sehenswürdigkeiten. Die Garisenda und die Asinelli-Türme stammen aus dem 12. Jahrhundert und sind Relikte einer Zeit, in der reiche Familien ihre Macht durch Höhe demonstrierten. Ursprünglich prägten mehr als hundert solcher „Geschlechtertürme“ das Stadtbild – heute sind nur noch wenige erhalten. 

Besonders auffällig ist der Garisenda: Mit seiner starken Neigung wirkt er fast instabil. Tatsächlich musste er bereits im Mittelalter aus Sicherheitsgründen gekürzt werden. Direkt daneben ragt der Asinelli Turm mit rund 97 Metern Höhe in den Himmel und ist damit der höchste erhaltene mittelalterliche Turm der Stadt. Wer die rund 498 Holzstufen bis zur Spitze erklimmt, wird mit einem weiten Blick über die roten Dächer von Bologna belohnt. Von oben wird sichtbar, wie kompakt die Altstadt ist und wie stark die charakteristischen Arkaden das Bild prägen.
 

Zu den Bologna Sehenswürdigkeiten gehören die Garisenda- und Asinelli-Türme. Auf dem Bild sieht man sie von außen.

Mittelalter-Vibes: Die "Due Torri“

Bologna Sehenswürdigkeiten #4: Mortadella, Mama Mia!

Viele Klassiker der italienischen Küche stammen aus dem Herzen der Emilia-Romagna und werden bis heute mit großer Sorgfalt zubereitet – deshalb kann man sie getrost zu den wichtigsten Bologna Sehenswürdigkeiten zählen. Aber sorry, not sorry: Spaghetti Bolognese ist kein typisches regionales Gericht, stattdessen genießt man hier das berühmte Ragù alla Bolognese traditionell zu Tagliatelle. 

Ebenso gerne genossen werden Tortellini, oft in Brühe serviert, sowie die berühmte Mortadella, die hier ihren Ursprung hat. Vom Mythos Mittelmeerdiät ist demnach wenig zu spüren, in Bologna herrscht das Borstenvieh. Ein Spaziergang durch die Altstadt wird daher schnell zu einer kulinarischen Entdeckungsreise: Märkte, kleine Delikatessläden und traditionelle Lokale zeigen, wie stark Essen und Trinken im Alltag verankert ist.

Besonders rund um den Mercato di Mezzo oder die Via Pescherie Vecchie reiht sich ein Genussmoment an den nächsten. Hier geht es nicht ums schnelle Sattwerden, sondern um Qualität, Tradition und Geschmack – und genau das macht Bologna zu einem der spannendsten kulinarischen Reiseziele Italiens. P.S.: (Die Stadt trägt nicht umsonst den Beinamen „La Grassa“

Zu den Bologna Sehenswürdigkeiten gehört die Kulinarik. Auf dem Bild sieht man eine Frau, die Mortadella isst.

Nix mit Mittelmeerdiät: Mortadella!

Bologna Sehenswürdigkeiten #5: Nachtleben im Universitätsviertel

Bologna ist eine der ältesten Universitätsstädte Europas – das spürt man, wenn die Sonne langsam untergeht. Rund um das Universitätsviertel, vor allem in der Via Zamboni, herrscht eine junge, offene Atmosphäre, die in Europa wenig Konkurrenz hat. 

Am frühen Abend beginnt man klassisch mit Aperitivo: In Bars wie Caffè Zamboni oder dem atmosphärisch einzigartigen Le Stanze, einer ehemaligen Kapelle, werden Drinks mit kleinen Snacks serviert. Im Glas findet sich, was zur Stadt gehört: ein Spritz, ein kräftiger Negroni oder ein gekühltes Glas Lambrusco. Dazu werden typische Häppchen gereicht – hauchdünn geschnittene Mortadella, kleine Tigelle mit Aufstrichen, Oliven oder Crostini. 

Später verlagert sich das Leben auf Plätze wie die Piazza Verdi. Musik liegt in der Luft, Gespräche vermischen sich mit Gelächter – das Nachtleben spielt sich weniger in Clubs als vielmehr im öffentlichen Raum ab. Gerade diese Ungezwungenheit macht den Reiz aus und komplementiert damit unsere Bologna Sehenswürdigkeiten.

Zu den Bologna Sehenswürdigkeiten gehört das Nachtleben im Universitätsviertel. Auf dem Bild sieht man Leute in Straßen-Bars.

Stundenlang plaudern: Das Nachtleben in der Altstadt

Fazit

Bologna überzeugt nicht durch einzelne spektakuläre Highlights, sondern durch das Zusammenspiel vieler Eindrücke. Zwischen den Arkaden, der lebendigen Piazza Maggiore, den schiefen Türmen und der traditionsreichen Küche entsteht ein Vibe, der sich langsam entfaltet und nachhaltig beeindruckt. Bologna Sehenswürdigkeiten? Ja eh. Aber was diese Stadt so besonders macht, ist ihre Authentizität. Sie wirkt weniger inszeniert als andere italienische Metropolen, dafür umso nahbarer