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Karriere braucht Verbündete

09. 03. 2026

Gleichberechtigung entsteht dort, wo Menschen einander stärken. Zum Weltfrauentag zeigen wir, wie Kolleg:innen diesen Anspruch im Alltag leben.

Gleichberechtigung ist kein Frauenthema. Sie ist eine gemeinsame Aufgabe und eine Verantwortung, die wir alle tragen. Echte Verbündete erkennt man nicht an großen Worten, sondern an ihrem täglichen Handeln: an Respekt, an Vertrauen, an der Bereitschaft, Raum zu geben und Potenziale zu fördern.

Zum Weltfrauentag am 8. März rücken wir jene Kolleginnen in den Mittelpunkt, die ihren Weg in technischen und traditionell männerdominierten Berufen gehen – und ebenso jene Kolleg:innen, die zeigen, wie gelebte Gleichberechtigung aussieht. Frauen bringen Kompetenz, Engagement und Expertise mit. Dennoch stoßen sie oft auf Strukturen und Rollenbilder, die den Weg erschweren. Umso wichtiger sind Menschen, die unterstützen, ermutigen und Entwicklung ermöglichen. Sie schaffen Arbeitsumfelder, in denen Vielfalt selbstverständlich ist und Leistung zählt, nicht das Geschlecht.

Wir stellen sechs Kolleg:innen vor, die erzählen, wie sie Gleichberechtigung leben, was Unterstützung für sie bedeutet und welche Rolle Vorbilder – beruflich wie privat – auf ihrem Weg gespielt haben.

Holger & Marlene – Gleichberechtigung beginnt im Alltag

In der Lehrwerkstätte St. Pölten begleitet Lehrlingsausbildner Holger Fried junge Menschen bei ihren ersten Schritten in der technischen Ausbildung. Für ihn ist Gleichberechtigung vor allem eines: Haltung. „Gleiche Maßstäbe, gleiche Erwartungen, gleiche Chancen“, sagt er. „In einem großen Unternehmen kann niemand allein bestehen. Man braucht Verbündete.“

Marlene Hackl, im dritten Lehrjahr Elektrotechnik, erlebt genau das. Für sie zählen Neugier, Engagement und Teamgeist – nicht Geschlechterklischees. „Unterstützung heißt für mich, dass wir uns gegenseitig stärken. Gerade dann, wenn es herausfordernd wird“, sagt sie. Ihr Weg zeigt, wie wichtig ein Umfeld ist, das Vertrauen schenkt und Entwicklung fördert.

Bernhard & Johanna – Unterstützung, die Generationen verbindet

Bernhard Koleric ist seit acht Jahren Triebfahrzeugführer, seine Tochter Johanna seit drei Jahren ebenfalls im Führerstand in Wiener Neustadt. Für Bernhard war entscheidend, dass seine Tochter einen Beruf wählt, der ihr Freude macht, Erfüllung gibt und Sicherheit bietet. Unterstützung bedeutet für ihn, Vertrauen auszusprechen, Mut zu machen und das Ganze ernst zu nehmen.

Johanna bestätigt diesen Rückhalt: „Mein Vater hat mir die Sicherheit gegeben, dass ich genauso viel kann wie andere. Alle machen das Gleiche.“ Und wenn Fragen auftauchen? „Wir können uns jederzeit anrufen – das funktioniert super“, sagt Bernhard. Ein Beispiel dafür, wie familiäre Unterstützung berufliche Wege prägen kann.

Alina & Maya – Vielfalt sichtbar machen und Chancen nutzen

Alina Hartenthaler begann ihre Laufbahn im Service- und Kontrollteam und ist heute Koordinatorin im Bordservice. Ihr Weg zeigt, was möglich ist, wenn man den eigenen Wert kennt und Führungskräfte hat, die Entwicklung aktiv unterstützen. „Ich sehe meine Rolle heute auch als Verantwortung“, sagt sie. „Mir ist wichtig, Vielfalt sichtbar zu machen und klar zu kommunizieren, dass Karrierewege offenstehen. Wir haben Frauen in Führungspositionen – und wir brauchen noch mehr davon.“

Maya Marlin, seit November 2024 im Service- und Kontrollteam, erlebt Gleichberechtigung vom Bewerbungsprozess über die Ausbildung bis in den Arbeitsalltag. Weiterbildungsmöglichkeiten, offene Gespräche mit ihrer Vorgesetzten und die Chance, Verantwortung zu übernehmen, geben ihr Sicherheit und Zuversicht für ihren weiteren Weg.

Gleichberechtigung entsteht im Miteinander – durch Menschen, die Verantwortung übernehmen, Perspektiven öffnen und andere wachsen lassen. Die Geschichten unserer Kolleg:innen zeigen, wie viel möglich wird, wenn Unterstützung nicht nur ein Wort ist, sondern gelebter Alltag.